IG "Umgehung von Rinchnach"
IG Umgehung von Rinchnach Grundsätzliches zur IGMehr oder weniger 
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MEHR ODER WENIGER
     (Gerhard Polt)

Was will eigentlich diese Minderheit?
Diese Frage muss doch bei uns in Bayern endlich einmal gestellt werden!
Was wollen die denn? Mein Gott nochmal!
Ist sich diese Minorität immer noch nicht wenig genug? Wie wenig will sie denn noch werden? Langt's ihr noch immer nicht?
Sie war's doch eindeutig selber, die sich zur Minorität gewählt hat! Demokratischer geht's doch gar nicht! Und wenn eine Minderheit noch ein bissl ein Hirn hat, dann muss sie doch kapieren, dass sie selber die Ursache für die Mehrheit ist.
Wären sie nicht so wenig gewesen, gäbe es ja gar keine Mehrheit. Zwei Drittel der Bayern - also eine Zweidrittelmehrheit - will hier überhaupt keine Minderheit haben! Was sagt mir da meine Wenigkeit?

Ja, Kruzinesn - wem gehört jetzt eigentlich die Demokratie? Doch wohl der Mehrheit! Oder?
Pssssst - Sind Sie amal still! Ganz leise! Hören Sie's?
Das ist die schweigende Mehrheit.
Hören Sie es, wie staad die sind?

Glauben Sie es mir: Laut sind nur so Minoritäten, so Einzelgänger, Individuen, Subjekte, Querulanten. Weil sie einen Minderheitenkomplex haben, drum wollen sie auf sich aufmerksam machen.

So ist das leider. Diese Welt ist so.
Aber wenn wir diese Welt verändern wollen, dann müssen wir — und ich hoffe, Sie geben mir recht-, wir, die wir noch — ich betone: noch! — die Mehrheit haben, höllisch aufpassen, dass diese Minderheiten uns nicht überschwemmen.

Und ich sag's, wie's ist: Wenn so eine Minderheit mal die Mehrheit ist, dann - gnade uns Gott.

Keiner soll daherkommen und behaupten, dass man bei uns gezwungen ist, eine Minderheit zu sein. Jeder hat das Recht, sich einer Mehrheit anzuschließen. Dann braucht er sich auch von keiner Minderheit majorisieren lassen!

Was haben sie denn erreicht bis jetzt? Nennen Sie mir eine Klimakatastrophe, die sie verhindert hätten! Oder eine Autobahn! Also dann. Aber sie sind gegen alles!. Bevor was gebaut wird, sind sie dagegen - wenn's geplant wird, sind sie dagegen - wenn die Planung durchgeführt wird -, und wenn das Projekt fertig ist, sind sie auch dagegen.

Aber dass es der Mehrheit wurscht ist, was geplant wird - das interessiert sie nicht! Wenn eine Minderheit einer Mehrheit einen Schaden zufügt, dann ist das doch viel schlimmer, als wenn eine Mehrheit amal einer Minderheit... äh, oder?

Eine Minderheit will ...

(aus: Gerhard Polt, Drecksbagage, 2008, 3. Auflage, www.keinundaber.ch)
"Wenn der letzte Baum gerodet und der letzte Fluss vergiftet,
wenn der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen,
dass   man Geld nicht essen kann."
(Indianische Weisheit)

"Die Heimat, was man liebt,
das asphaltiert man doch nicht ständig!"
(Gerhard Polt)


Sehenden Auges die eigene Heimat kaputt zu erschließen
ist der Wahnsinn schlechthin.
(Anne Brunner, Fürstenzell)


Je kaputter und nichtssagender eine Landschaft ist,
desto weniger Urlauber kommen!
(Sabine Macht, Riedlhütte)


Mit jeder neuen
wälder- und wiesenumpflügenden Umgehungsstraße,
die uns vom Verkehr zu erlösen verspricht,
werden immer nur noch mehr Autos und Lastwagen,
noch mehr Raser und noch mehr Tod provoziert.
(Christian Wimmer)




Verantwortlichsein für das,
was man sich vertraut gemacht hat

Und der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück.
»Adieu«, sagte er ...
»Adieu«, sagte der Fuchs. »Hier ist mein Geheimnis.
Es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«
»Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar«,
wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

»Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast,
sie macht deine Rose so wichtig.«
»Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe . . .«,
sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

»Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen«,
sagte der Fuchs.
»Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.
Du bist für deine Rose verantwortlich . . .«
»Ich bin für meine Rose verantwortlich . . .«,
wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

(Aus der Erzählung "Der kleine Prinz)