IG "Umgehung von Rinchnach"
IG Umgehung von Rinchnach Presse-Echo in AuszügenAufsätze grundsätzlicher Art 













Die Texte sind entnommen aus dem Buch

In die Mitte Europas gerückt
Ein Lesebuch über die Zukunft des Bayerischen Waldes

edition lichtung, Viechtach
Hubert Ettl (Hrsg.), Herbert Pöhnl (Fotos)
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Hubert Ettl
Gemeinsam über die Zukunft nachdenken

Gemeinsam über die Zukunft des Bayerischen Waldes nachzudenken, ist das Anliegen dieses Buches. Gemeinsam heißt zum einen, einige Politiker aus den verschiedenen Ebenen über die Parteigrenzen hinweg hier zu Wort kommen zu lassen. ....

Insgesamt 32 Autoren und Autorinnen haben sich zu einem Beitrag für dieses Zukunftsbuch motivieren lassen. Die Ansatzpunkte und Stile sind sehr unterschiedlich, vom Science-Fiction-Tagebuch Bernhard Setzweins bis zum wissenschaftlichen Essay von Ditmar Brock. Blicken die einen mehr in die Zukunft, skizzieren darin ihre Wünsche oder auch Befürchtungen, so knüpfen viele an die Gegenwart und die Vergangenheit des Bayerischen Waldes an. Aus den Erfahrungen des erfolgreichen Unternehmers, den politischen Analysen, der Beschreibung gegenwärtiger Schwächen und Stärken der Region werden Vorschläge gemacht. Manches wird kontrovers gesehen: Soll z.B. der Bayerische Wald weiter verkehrsmäßig erschlossen und ausgebaut werden? Ist dies die Voraussetzung für wirtschaftlichen Aufschwung? Oder wird durch übertriebene Straßenbauprojekte das zerstört, was viele Einheimische und auch Touristen am Bayerischen Wald schätzen - die Ruhe, die Natur?
Oder ein anderes Beispiel: Immer wieder kristallisiert sich in den Beiträgen heraus, wie wichtig in Zukunft die Qualität der Arbeitskräfte und die Bildung der Menschen sein werden. Andererseits wird seit Jahrzehnten eine Bildungspolitik betrieben, die das Schulwesen im ländlichen Raum ausdünnt. ...

Als Herausgeber und Verlag wünschen wir uns, dass dieses Buch einen breiten Dialog initiiert, der sich in vielen Veranstaltungen fortsetzt, einen Dialog zwischen Politik und Bürgern. Glaubt man den Umfragen, dann haben viele in unserem Land das Vertrauen in die Politik und in die Politiker verloren. Die oft geringe Wahlbeteiligung ist ein Zeichen für diese Verdrossenheit. Dagegen gibt es nur ein Heilmittel: mehr Bürgerengagement und mehr Demokratie von Seiten der Politik zulassen. „Mehr Mitsprache" fordert so folgerichtig der Beitrag der gebürtigen Viechtacherin Caroline Waldeck, jetzt Redenschreiberin für den Bundestag in Berlin: „Ob es gelingt, die Bürger für die Gestaltung des unvermeidlichen Strukturwandels zu mobilisieren, ist eine der entscheidenden Zukunftsfragen, und sie wird nicht in Berlin entschieden, sondern dort, wo die Menschen direkt betroffen sind: in ihrer Heimat."

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